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Ich rang einst mir die Hände wund nach Wahrheit und ging ein Blinder unter Blinden, die qualvoll suchen, dass sie finden und Dogmen glauben und verwerfen,
um sie am Ende doch zu glauben. Da sah ich dich und alles schwieg in mir vor deinem wunderbaren Licht, das still in deinen Augen steht, darin die Sonne untergeht,
darin die Sterne ertrunken sind. Die trübe Sehnsucht schwand, als leis mich fasste deine Hand. Ich sog dein reines Licht in meine Brust, und ich ward mir bewusst
des Götter morgens. Nun fliesst das Licht in ewgem Wechsel fort, von dir zu mir, von mir zu dir, sieh immer lichter wird es um uns und immer näher scheint uns Gott !
(Georg Heym)